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Wie wirkt Modafinil auf die Potenz?

Modafinil LibidoDer Wirkstoff Modafinil wurde in den 1980er Jahren in Frankreich entwickelt. In Deutschland wird er gegen Narkolepsie verschrieben. Beim chronischen Schichtarbeiter-Syndrom sowie beim Schlafapnoe-Syndrom hingegen wurde die Zulassung in Europa eingeschränkt, da das Nutzen-Risiko-Verhältnis in diesen Fällen nicht als positiv betrachtet wird.

Manchmal sind es allerdings die Nebenwirkungen eines Medikaments, die selbiges für die Forschung besonders interessant machen. Bei Modafinil etwa wurden starke Nebenwirkungen auf die Potenz und sexuelle Leistungsfähigkeit festgestellt, die aber von verschiedenen Patienten und Probanden ganz unterschiedlich beschrieben werden.

 

Mit Modafinil zur Luststeigerung?

Ein Patient berichtet von einem ganz normalen Werktag. Er begann den Tag mit Frühsport, nahm dann 200 Milligramm Modafinil und begann seinen Arbeitstag ab 10 Uhr. Im Laufe des Tages nutzte er kleine Pausen für die Kommunikation mit seiner neuen Flamme, mit der er abends um 9 ein Date vereinbarte. Nach eigener Aussage hatte er sich nie Gedanken über mögliche Nebenwirkungen von Modafinil gemacht. Schon gar nicht darüber, ob das Medikament irgendwelche Auswirkungen auf sein Date haben könnte. Immerhin war es das erste Date und er wäre sicher freiwillig kein Risiko eingegangen.

Nachdem er sich abends etwas frisch gemacht hatte, erschien er pünktlich zum Date und war sofort in höchstem Maße angetan von seinem Gegenüber. Sie erschien ihm als so sexy, dass er nicht lange fackelte und ihr vorschlug, den Abend in seiner Wohnung fortzusetzen. Klar, dass er sehr glücklich über ihre Zustimmung war. Also machten sich beide zu Fuß auf den Weg in seine Wohnung.

Seine Erfahrungen, die er auf die Nebenwirkungen von Modafinil zurückführt, fasst er folgendermaßen zusammen:

 

Öfter als einmal klappt es nicht:

Beim Mann hemmt Modafinil den Sexualtrieb des Mannes. So sorgt es zwar für ein sehr tiefes, inniges Lustempfinden, allerdings gilt hier auch: Nach einem Schuss ist Schluss.

 

Mehr Lustempfinden:

Modafinil sorgt dafür, dass man(n) den Sex als besonders tief und innig empfindet. Man(n) genießt den Moment und ist nur auf den Sex fokussiert, ohne sich ablenken zu lassen. Klar, dass dies auch für die Partnerin mehr Spaß am Sex bedeutet.

 

Mehr Ausdauer:

Wahrscheinlich wird es, wie bereits angedeutet, zwar nur bei einer einzigen Runde bleiben. Dafür kann diese aber besonders lange dauern. Denn da Modafinil den Sexualtrieb bei den meisten Männern hemmt, ist das Risiko einer frühzeitigen Ejakulation sehr gering.

 

Sicherheit steht nicht an erster Stelle:

Offen berichtet er, dass sein Sicherheitsbedürfnis durch die Einnahme von Modafinil unterdrückt wurde. So war er zwar auf den Sex fokussiert, nicht jedoch auf das obligatorische Kondom. Im Gegenteil wird dieses sogar als störend wahrgenommen. Im hier beschriebenen Fallbeispiel hat der Patient allerdings auch Alkohol konsumiert, der bekanntlich zusätzlich enthemmt.

 

Auf den Zeitpunkt kommt es an:

In diesem Fall berichtet der Patient darüber, dass er das Modafinil morgens einnahm, sein Date aber erst abends hatte. Bei ihm wirkte dieses Medikament wohl so, dass er den ganzen Tag zwar voller Lust seinem Date entgegenfieberte, dies aber zum Abend hin langsam nachließ.

 

Das berichten andere Patienten über die Wirkung von Modafinil auf Sexualität und Potenz

Über das Thema „Nebenwirkungen von Modafinil“ findet man online zahlreiche Berichte und Informationen. Oft sind die Aussagen nahezu deckungsgleich, manchmal scheinen sie sich aber sogar zu widersprechen.

Ein Patient berichtet zum Beispiel über eine Dauererektion, die er auf Modafinil zurückführt. Ein Anderer spricht von einer Art Dauergeilheit, die durch den Konsum von Pornographie noch verstärkt werden könne. Angeblich habe er viele Stunden wie ein Süchtiger mit der Pornographie zugebracht und hinterher einen Eisbeutel gebraucht.

Eine Frau berichtet von einem drastischen Anstieg ihres Sexualtriebs, nachdem sie mit der regelmäßigen Einnahme von Modafinil begonnen hatte. Während einige Männer sogar das Gegenteil für richtig halten, scheint es, als würde Modafinil den Sexualtrieb bei Frauen generell steigern. Allerdings handelt es sich hierbei bisher nur um Beobachtungen, die wissenschaftlich nicht bestätigt wurden.

Viele Männer berichten von erektiler Dysfunktion bei regelmäßiger Einnahme von Modafinil. Wie bei vielen verschreibungspflichtigen Medikamenten wird die sexuelle Nebenwirkung nicht immer ausführlich im Beipackzettel beschrieben. Viele Patienten sind daher sehr vorsichtig, Modafinil aufgrund der sexuellen Nebenwirkungen dauerhaft zu nehmen. Einige Männer gaben an, dass die Nebenwirkungen dauerhaft blieben – auch nach Absetzen des Medikaments.

Während Modafinil bei manchen Männern Erektionen hemmen kann, ist das Medikament in einigen Fällen vorteilhaft für den Geschlechtsverkehr. Immer wieder wird berichtet, dass Modafinil die Ejakulation verzögert. Einige Männer, die dauerhaft an einer vorzeitigen Ejakulation leiden, haben Modafinil als Lösung kennengelernt.

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